Abenteuer mit Resilienz meistern

„Verlasse deine Komfortzone, um zu wachsen, deine Ziele zu erreichen und deine Träume zu  leben.“

 

Das ist das Motto von Michael Wigge. Als Reporter und Autor für Abenteuerthemen bei privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten hatte er reichlich Gelegenheit, immer wieder die eigene Komfortzone zu verlassen.

 

Dass dies einige Herausforderungen und Abenteuern mit sich brachte, zeigen seine Bücher und seine  TV-Serie  “Ohne Geld bis ans Ende der Welt”. Heute arbeitet er international als Vortragsredner und als Coach. Exklusiv für das Coachingzentrum Heidelberg beschreibt er in diesem Blogg-Artikel, warum für Abenteuer-Reisende die Resilienz-Faktoren so wichtig sind: 

 

Was ich auf meinen Abenteuern über Resilienz lernte

 Als Abenteuerreporter habe ich mich auf Challenge-Reisen spezialisiert. Ich stelle mich immer wieder gerne neuen abenteuerlichen Herausforderungen. So bin ich z.B. für meine Serie „Ohne Geld bis ans Ende der Welt“, ohne einen Euro in der Tasche bis in die Antarktis gereist. Für „Auf dem Tretroller durch Deutschland“ habe ich unser Land auf einem Kindertretroller in 80 Tagen erkundet. So geht das schon seit Jahren.

 

Von dem Ausdruck Resilienz habe ich jedoch erst gehört, also ich selbst als Vortragsredner und Trainer anfing, auf der Bühne zu stehen. Resiliente Menschen sind diejenigen, die schnell wieder aus einer Krise oder einer extremen Stressbelastung herauskommen und dann wieder im Normalmodus weitermachen können.

 

Als ich von dieser Fähigkeit, Krisen gut zu bewältigen hörte, dachte ich mir, „wow, die haben Glück, so eine Fähigkeit zu besitzen“. Erst dann habe ich erfahren, dass Resilienz trainierbar ist. Und so lernte ich auch mehr über die 7 Säulen der Resilienz. Das sind die sieben Resilienz-Faktoren, also die Einstellungen und Haltungen, die uns besonders widerstandsfähig machen. Dies sind im Einzelnen:

 

1. die Akzeptanz unveränderlicher Dinge

2. die Fähigkeit, zu netzwerken und Beziehungen zu knüpfen

3. den Fokus auf Ziele und auf die Zukunft zu richten

4. Selbstverantwortung übernehmen

5. Realistischer Optimismus

6. Selbststeuerung

7. Lösungsorientierung, statt den Blick auf das Problem zu richten

 

Mir fiel auf, dass ich auf meinen Abenteuerreisen regelrecht gezwungen war, genau diese sieben Fähigkeiten anzuwenden. Ich habe das damals ganz unbewusst getan. Nur so konnte ich meine Ziele erreichen. Ein Beispiel: Wenn Sie ohne Geld auf Reisen sind, ist ein realistischer Optimismus eine Grundvoraussetzung. Mit Pessimismus oder einer Problemhaltung wäre ich wahrscheinlich aus Angst und Frustration noch nicht einmal aus Berlin herausgekommen.

 

Auf allen meinen Abenteuern musste ich auch netzwerken. Als One-Man-Show erreicht man ohne die Hilfe anderer sehr wenig und schon gar nicht das Ende der Welt ohne Geld. Für kostenloses Essen, Transport und Unterkunft an 150 Tagen durch elf verschiedene Länder musste ich täglich mindestens 50 Menschen ansprechen – das ist netzwerken pur!

 

Generell haben mich meine Reisen ganz viel gelehrt. Dazu gehört auch, den Blick immer wieder auf die Zukunft, statt auf die Vergangenheit zu richten. Stecke ich heute mal in einer persönlichen Krise, dann erinnere ich mich an diese Reisen. Ich schmeiße dann den Anker ganz fest in die Zukunft und konzentriere mich auf meine Ziele. Ich merke, dass diese Haltung meine persönliche Stimmung in Krisenzeit extrem verbessert. Der Blick nach vorne hilft mir, stabiler zu werden. Ein Blick nach hinten würde mich nur runterziehen.

 

Genauso ist es mit dem Resilienzfaktor Lösungsorientierung. Wir alle haben in jedem Moment die Entscheidungsfreiheit, ob wir in einer Krise an der Lösung arbeiten oder, ob wir uns immer wieder mit unserem Problem im Kreis drehen wollen. Letzteres führt nur zu weiteren Problemen. Deshalb achte ich heute genau darauf, wo mir in meinem täglichen Leben eine Problemhaltung begegnet. Ich versuche, mich davon abzugrenzen, denn ich merke, wie mir das sonst meine Energie raubt.

 

Es lohnt sich, bei sich selbst einmal die sieben Säulen der Resilienz zu betrachten und zu schauen, wo man sich vielleicht noch verbessern kann. Kein Problem, wenn da zwei, drei Säulen vielleicht nicht ganz so perfekt sind. Es ist nie zu spät, zu lernen, die eine oder die andere neue Haltung einzunehmen. Damit kann eine Veränderung sehr schnell eintreten. Man merkt dann beim nächsten Problem, dass man es viel schneller hinter sich lassen kann. Man muss sich nicht ewig mit dem gleichen Problem im Kreis drehen.

 

Die 7-Säulen der Resilienz sind für mich zur Grundlage für ein glückliches Leben geworden. Mehr dazu gibt es auch auf meiner amerikanischen Seite zu Resilience Training und meiner US Life Coach & Motivational Speaker Seite .

 

Ihr Michael Wigge

 

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